Journal Februar 2019

Dienstag, 12. Februar 2019

Treffen mit den "Jungs", den Informatikern, die für für das Überleben 'meines' Raebers zuständig sind. NIE-INE heisst der Projektname, unter dem sie angetreten: Nationale Infrastruktur für Editionen - Infrastructure nationale pour les éditions. Die Raeber-Edition als "kooperierendes Projekt" (https://www.nie-ine.ch/editionen-raeber-de). Hübsche Plattform. Das alte Problem, die individuelle Arbeit, deren Produkt so und nicht anders aussehen sollte, in ein Allgemeineres integriert und gewissermassen aufgelöst zu sehen.

 

Dienstag, 5. Februar 2019

Der Schock! Gegen Mitternacht. Auf einen Schlag läuft nichts mehr. Kein Zugang zur Datenbank. Zu keiner der Datenbanken. Auch nach einer Viertelstunde, nach einer halben Stunde nicht. Der Fluch der Datensicherung. Das sind ein paar Tage her. Und nichts scheint unmöglicher, als die jüngsten Daten neu erfassen zu sollen. Ganz abgesehen davon, dass man keiner Datensicherung trauen kann.

Stunden später – die Zeit mit drei Serien-Folgen überbrückt (eine Firma steht auf dem Spiel, eine Liebesbeziehung zerbricht, eine zweite, ein Ehemann stirbt, eine geheime Hochzeit wird angezettelt, und die Braut rennt vor dem Jawort davon) – Stunden später nochmals, mit Herzklopfen ein Versuch. Und alles klappt wieder. Als wär nichts gewesen. Tief durchatmen, als wäre man aus einem Albtraum aufgewacht.

 

Samstag, 2. Februar 2019

Stundenlanges Brüten über den Fassungen (A, B, C, D E ...) eines Raeber-Gedichts: Entziffern ohne vermittelnde Hilfe eines fassbaren Sinns. Dazwischen schwirrt immer wieder ein Wort durchs Gehirn: "Schmerzgrenze". Ja, das bestätigt etwas irgendwo in mir, als wär's ein Trost: "Das ist an der Schmerzgrenze".

wer aus der düsteren Tür seines Wachens
auf den Lavamittag der Schwelle heraustritt,
den schneidet in den nackten Fuss seines Auges
das Messer der Flamme, die von der Kohle
züngelt und den Falter verbrennt …

 

 

 

 

 Ex libris …

 Einband GW klein

 schiffe klein